Mitarbeiter allein im Homeoffice – klingt verlockend, birgt jedoch ungeahnte Gefahren. Keine prüfenden Blicke der Kollegen, kein sozialer Zwang sich an bestimmte Verhaltensmuster zu halten. Diese Gedanken kommen vielen sofort in den Sinn, wenn der Arbeitsplatz nun der heimische Schreibtisch ist. Aber das Gefühl der Freiheit verblasst meist schnell und ein gewisses Maß an Verwahrlosung hält dafür Einzug. Denn soziale Normen im Büro bedeuten nicht nur Kontrolle, sie setzen auch vernünftige Leitplanken für den Umgang miteinander und mit sich selbst. Ohne Regeln geht es nicht, das gilt auch und besonders für das Homeoffice.

Regel 1: Strukturierter Tagesablauf im Homeoffice

Arbeit ist Arbeit und Freizeit ist Freizeit. Und Homeoffice fällt in die erste Kategorie. Also den Tag genauso strukturieren, wie wenn der Gang ins Büro anstehen würde. Feste Zeiten für Produktives und feste Zeiten für Pausen festlegen.

Aber der Tag beginnt mit dem Aufwachen. Raus aus dem Bett, unter die Dusche und was Vernünftiges angezogen – wer diese drei Dinge beherzigt hat schon mal alles richtig gemacht im Kampf gegen die „soziale Verwahrlosung“. Mag die Verlockung noch so groß sein, im Bett zu arbeiten. Nein, nein und nochmals nein. Schlafen, fernsehen und vielleicht noch essen, das Bett ist der Ort zur Entspannung und nicht zur Arbeit. Da gilt es eine klare Trennlinie zu ziehen. Weil unser Kopf, so klug er auch sonst ticken mag, nicht so einfach umschalten kann. Lieber an irgendeinen Tisch setzen, alleine das aufrechte Sitzen sorgt für mehr Fokus. Verlockung Nummer zwei ist es, sich ungewaschen und in Freizeitkleidung an die Arbeit zu machen. Dem Hang dazu, sich gehen zu lassen, muss sofort ein Riegel vorgeschoben zu werden. Ganz ehrlich: Wer es nicht schafft, morgens die elementarsten Regeln der Körperhygiene einzuhalten, wie soll dann erst der Rest des Tages verlaufen?!

Kleidung: Dafür gilt vergleichbares wie beim Thema Bett. Freizeitlook deuten Hirn und Psyche – wie der Name schon sagt – als Freizeit. Was das für die Arbeitsmotivation bedeutet, bedarf keiner weiteren Schilderung. Die Psychologie sagt klar: Wir verbinden Freizeitkleidung damit, nicht zu arbeiten. Und ganz nebenbei: Wer will sich schon die Blöße geben, bei einem überraschenden Video-Meeting als ungepflegter Zeitgenosse wahrgenommen zu werden.

Regel 2: Freiheiten im Homeoffice nutzen

Homeoffice bietet selbst bei einem „normalen“ Arbeitstag viele im Büro unbekannte Freiheiten. Zunächst entfällt der Weg zur Arbeit, was nichts ist als zusätzliche Freizeit bedeutet. Genauso so lange gearbeitet wie sonst, aber trotzdem mehr selbstbestimmte Zeit zur Verfügung. Ein zusätzlicher Motivationsschub.

Viel selbstbestimmter ist beispielsweise auch die Mittagspause. Für deren Gestaltung gibt es nun mehr Auswahlmöglichkeiten. Kurzer Spaziergang im Freien, Mittagsschläfchen, schnelle Erledigungen – die ungeahnte Freiheit gilt es zu nutzen.

Einem strukturierten Tagesablauf zu folgen bedeutet nicht, Arbeit und Freizeit nicht zu vermischen – aber eben einem klaren Plan folgend. Also ruhig zu festen Zeiten beispielsweise eine halbe Stunde für die Wäsche, den Einkauf oder sonstige Hausarbeiten einzuplanen. Das reduziert nicht die Arbeitszeit, die „verlorene“ Zeit ist schlichtweg nachzuholen. Jedoch lassen sich so verschiedene Tätigkeiten sinnvoll kombinieren. Und ein wenig Ablenkung zwischendurch wirkt sich mitunter positiv auf die Arbeitsproduktivität aus.

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